Der AI4Agile Anwenderreport 2026 über KI in Agile — Jetzt verfügbar!
In Kürze: Der AI4Agile Anwenderreport 2026
83 % der agilen Praktiker nutzen KI, jedoch setzen die meisten nur 10 % oder weniger ihrer Zeit dafür ein, da sie nicht einschätzen können, wo der Einsatz von KI sinnvoll ist. Unsere Umfrage unter 289 agile Praktikern identifiziert die tatsächlichen Hindernisse für die KI-Einführung und zeigt, wo KI einen Mehrwert schafft, den Sie nutzen können. Erfahren Sie mehr, indem Sie den kostenlosen AI4Agile Anwenderreport 2026 herunterladen.
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Wir haben 289 agile Praktiker befragt, wie sie KI einsetzen. Die meisten von ihnen tun dies kaum.
Wir haben 289 agile Praktiker, darunter Scrum Master, Agile Coaches, Product Owner, Produktmanager und andere, aus mehr als 20 Ländern und einer Vielzahl von Branchen befragt. Wir wollten verstehen, wie sie KI einsetzen, was sie davon erwarten und was sie daran beunruhigt. Die Daten sprechen eine klare Sprache:
Breite Akzeptanz, geringe Integration
83 % der Befragten nutzen KI-Tools. Diese Zahl klingt beeindruckend, bis man genauer hinschaut: 55 % verbringen 10 % oder weniger ihrer Arbeitszeit mit KI. Nur 9 % überschreiten 25 %. Und nur 15 % haben eine formelle Schulung zum Einsatz von KI in agilen Kontexten erhalten.
67 % der Unternehmen bieten bereits Zugang zu KI-Tools, und 45 % haben strategische KI-Initiativen. Aber Zugang ohne Kompetenz führt zu oberflächlicher Akzeptanz. Die meisten agilen Praktiker experimentieren mit KI so, wie die meisten Unternehmen „Agilität praktizieren”: Sie gehen formal vor, ohne ihre Denk- oder Arbeitsweise zu ändern.
Verwirrung übertrifft die Ablehnung als größte Hürde
Bei der Frage nach den größten Herausforderungen bei der Einführung von KI dominierte ein Punkt alle anderen: Unsicherheit hinsichtlich der Integration mit 54,3 %. Das sind 18 Prozentpunkte mehr als der nächstplatzierte Punkt auf der Liste.
Praktiker lehnen KI nicht ab. Sie wissen nur nicht, wo sie eingesetzt werden kann. Wie lässt sich KI in die Sprint-Planung, in die Refinements und in die Retrospektive integrieren? Die generellen Werkzeuge dafür gibt es, aber die Workflow-Logik fehlt. Gleich dahinter folgen fehlende Schulungsressourcen (35,6 %), ethische Bedenken (35,3 %) und Unwissenheit darüber, wo man anfangen soll (31,1 %). Nur 1 % hält KI für irrelevant für seine Rolle. Die Bereitschaft ist nicht das Problem, sondern das Wissen, was man mit KI anfangen soll.
Praktiker befürchten Erosion, nicht Ersatz
Die Erkenntnis, die uns am meisten überrascht hat: Die Bedrohungswahrnehmung ist gering. Auf einer 7-Punkte-Skala von 0-6, wobei „0” für „keine Bedrohung” steht, liegt der Durchschnittswert für „KI als Bedrohung für meine Rolle” bei 2,75. Mehr als die Hälfte der Befragten gab 1 oder 2 Punkte an. Nur 7,6 % sehen KI als erhebliche Bedrohung an.
Die freien Antworten zeichnen jedoch ein anderes Bild. Agile Praktiker befürchten nicht, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Sie befürchten vielmehr, das zu verlieren, was ihre Arbeit sinnvoll macht. Die am häufigsten genannten Bedenken sind die Erosion der agilen Werte und Prinzipien, der Verlust der menschenzentrierten Zusammenarbeit und die Verringerung des kritischen Denkens. Die Befragten weisen wiederholt darauf hin, dass KI zwar die Leistungserbringung optimieren, aber gleichzeitig den Geist der Agilität schwächen könnte:
- Effizienz auf Kosten der Reflexion,
- Bequemlichkeit auf Kosten der Kompetenz;
- KI als Beschleuniger auf dem Weg in die Feature-Fabrik.
Da Praktiker Wert auf Zusammenarbeit, gemeinsames Verständnis und professionelles Urteilsvermögen legen, handelt es sich hierbei nicht um Technophobie, sondern um eine prinzipielle Haltung. Sie sehen in KI eine Möglichkeit, schwierige Gespräche zu umgehen und dies ist die Gefahr.
KI schafft Wert durch Reduzierung von Overhead
Die drei wichtigsten Vorteile von KI, die agile Praktiker angeben, bilden eine enge Gruppe: gesteigerte Produktivität (73,7 %), reduzierte kognitive Belastung (71,6 %) und größere Konzentration (71,6 %). Diese drei Vorteile heben sich deutlich von allen anderen auf der Liste ab: Bessere Entscheidungsfindung (55,7 %) und verbesserte Codequalität (48,8 %) liegen weit dahinter.
Dieses Muster zieht sich durch alle Abschnitte des Berichts. KI wird am meisten geschätzt, wenn sie die Arbeit übernimmt, die niemand machen möchte: Entwürfe erstellen, zusammenfassen, vorbereiten und dokumentieren. Agile Praktiker nutzen KI, um Raum für Moderation, Dialog und Entscheidungsfindung zu schaffen, nicht um diese zu ersetzen.
Die Erfolgsgeschichten unterstreichen dies. Die stärksten Anwendungsfälle sind klar abgegrenzt und mit geringem Risiko verbunden: Vorbereitung von Retrospektiven, Vereinfachung komplexer Anforderungen für unterschiedliche Zielgruppen, Clustering qualitativer Rückmeldungen und Erstellung erster Entwürfe. Keiner der Befragten gibt an, dass KI strategische Produktentscheidungen trifft. Das durchgängige Thema ist hingegen, daa KI 30 Minuten Dokumentationszeit einspart, sodass Praktiker diese Zeit für wichtige Gespräche nutzen können.
Was agile Praktiker tatsächlich von KI erwarten
Auf die Frage, was sie verbessern würden, wenn sie könnten, wünschten sich die Befragten keine intelligenteren Modelle, sondern besser passende. Die am häufigsten genannten Wünsche waren: kontextbezogene Ergebnisse, die ihr spezifisches Team und ihren Bereich verstehen, ein stärkerer Datenschutz ohne bürokratischen Aufwand und eine KI, die ohne Kontextwechsel direkt in bestehende Toolchains eingebettet ist.
Der von den Befragten beschriebene „Zauberstab” erzeugt keine leistungsfähigere KI. Er sorgt dafür, dass diese sich reibungslos in ihren Sprint einfügt.
Diese pragmatische Perspektive spiegelt sich in der Fünfjahresprognose wider. Agile Praktiker erwarten, dass KI zu einer unsichtbaren Infrastruktur in agilen Tools wird, dass sie im Laufe der Zeit das Kontextbewusstsein verbessert und den Verwaltungsaufwand reduziert. Sie erwarten und fordern außerdem eine klarere Governance, ethische Leitplanken und organisatorische Standards.
Agile Praktiker erwarten nicht, dass KI Agilität neu definiert. Sie erwarten, dass sie die Reibungsverluste beseitigt, die Teams derzeit mit Verwaltungsaufwand belasten.
Fazit: AI4Agile Anwenderreport 2026
Der AI4Agile Anwenderreport 2026 enthält detaillierte Aufschlüsselungen der Antworten nach Rolle, Unternehmensgröße und Agilitätsgrad, eine umfassende qualitative Analyse der Herausforderungen, Bedenken, Erfolgsgeschichten und Verbesserungsprioritäten sowie alle Abbildungen in hoher Auflösung und ist kostenlos verfügbar:
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