Agiler Audit durch die Berlin Product People GmbH

Ist Ihre agile Transformation auf dem richtigen Weg? Oder verschwenden Sie Ressourcen und Budget, weil Sie das falsche Ziel mit Ihrer agilen Transformation verfolgen? Ein agile Audit hilft, ungenutzte Potenziale zu identifizieren.

Das Ziel eines agilen Audits besteht darin, den Stand Ihrer agilen Transformation sichtbar zu machen und wenn nötig Änderungen vorzunehmen. Es ist die Anwendung der grundlegenden agilen Prinzipien von Transparenz, Inspektion und Adaption auf Ihren Change-Prozess. Das Result eines agilen Audits hat eine quantitative und eine qualitative Komponente. Einerseits liefert dieser Metriken über den Fortschritt der Teams: Wie gut meistern diese agile Praktiken? Andererseits liefert der agile Audit Einsichten aus der Organisation, wie die agile Transformation von Beteiligten außerhalb der Produktteams wahrgenommen wird.

Beide Informationen werden in einem Report zusammengefasst, der Empfehlungen ausspricht, wie mit der agilen Transformation fortgefahren werden soll. Zum Beispiel werden durch den agilen Audit Bereiche identifiziert, in denen eine Verstärkung von Investitionen sinnvoll erscheint, etwa in Hinblick auf das Meistern technischer Praktiken auf Teamebene. Andererseits werden auch Bereiche identifiziert, in denen Investitionen vermutlich reduziert werden können.

Agile Audit — Macht die agile Transformation Fortschritte? Berlin Product People GmbH

Warum ein agiler Audit eine sinnvolle Investition ist

Normalerweise wird eine agile Transformation als Reise und nicht als Ziel beschrieben. Dies ist eine praktische Umschreibung für die Consulting-Firma, die Ihre agile Transformation begleitet, denn diese lebt davon, Mannstunden zu fakturieren. Je unbestimmter das Ziel, desto einfacher können Fragen des Kunden nach der Sinnfälligkeit einer Maßnahme abgelenkt werden. Außerdem ermöglicht diese Unbestimmtheit, immer wieder dasselbe Vorgehensmodell anzuwenden, obwohl die Idee, dass einen „richtigen Weg“ für alle agilen Transformationen gäbe, mit Skepsis zu betrachten ist. Was lukrativ aus Sicht des Beratungsunternehmens ist, muss nicht im Interesse des Kunden liegen.

Crossing the Chasm: Agil werden, die späte Mehrheit und Nachzügler

InfoQ wendet die „Crossing the Chasm“-Metapher auf Softwareentwicklungspraktiken an und analysiert damit einen Teil der Anstrengung, eine agile Organisation zu werden. In der letzten Ausgabe des „Engineering Culture and Methods InfoQ Trends—January 2018“-Reports fand InfoQ, dass neue Nutzer von Scrum sich mittlerweile hauptsächlich aus der späten Mehrheit (late majority) und den Nachzüglern (laggards) rekrutieren. Die frühe Mehrheit (early majority) ist mittlerweile auf dem Weg, Scrum-Abkömmlinge und fortschrittliche Entwicklungspraktiken wie BDD einzusetzen.

Agile Audit: Engineering Culture and Methods InfoQ Trends Report - January 2018

Urheberrechtshinweis: InfoQ in 2018, alle Rechte vorbehalten.

Die Frage stellt sich, ob jede Organisation, die sich Agilität auf die Fahne geschrieben hat, das volle Programm durchlaufen muss? Muss jede Organisation eine Teal-Organisation oder eine Holacracy werden? Wie wäre es, wenn „Nachzügler“ sein kein Resultat von Ignoranz, sondern eine bewusste Entscheidung ist?

In Hinblick auf die späte Mehrheit und Nachzügler gibt es zwei Hypothesen:

  1. Nicht jede Organisation auf dem Weg zur Agilität profitiert automatisch davon, den Weg einzuschlagen, den anderen Organisationen zuvor gewählt haben. Warum danach streben, überspitzt formuliert, eine Holacracy zu werden, wenn darin kein wertschöpfender Vorteil für die eigene Kundschaft liegt? (Ein Beispiel: Die Organisation ist in einem hochregulierten Umfeld tätig.)
  2. Viele der Organisationen, die sich frühzeitig agile Praktiken zu eigen gemacht haben, jene aus den Segmenten „innovators, early adopters, and early majority“, würden von einem Feedback in Form eines agilen Audits ebenfalls profitieren. Die Mehrheit von ihnen operiert mittlerweile im Bereich der Product Discovery ohne jedoch bereits Business Agilität zum organisatorischen Prinzip erhoben zu haben. Vermutlich haben sie an der einen oder anderen Stelle zuviel in die agile Transformation investiert, da versäumt wurde, zu Beginn ein klares Ziel festzulegen. Zugegeben, es liegt auch nicht im Interesse der unterstützenden Beratungsfirmen, dies zu kommunizieren.

Der Agile Audit in der Praxis

Die prinzipielle Vorgehensweise eines agilen Audits ist wie folgt:

  1. Auf der Teamebene startet der agile Audit mit einer Selbsteinschätzung der Qualifikation in agilen Praktiken. Wir nutzen die Agile Fluency™ Team Diagnose zu diesem Zweck, ergänzt um eine Meta-Retrospektive mit jedem Team.
  2. Wir führen eine anonyme Umfrage auf Basis des Agility Assessment Frameworks durch, um eine Einschätzung des Stands der agilen Transformation durch unterschiedliche Gruppen innerhalb der Organisation zu gewinnen.
  3. Wir führen eine Meta-Retrospektive mit Mitgliedern aus IT und Engineering durch, um eine Einschätzung des Stands der technischen Exzellenz innerhalb der Organisation zu erhalten. (Business Agilität erfordert zwingend einen hohen Grad an technischer Exzellenz.)
  4. Wir führen eine Meta-Retrospektive mit Beteiligten und Stakeholdern der Business-Seite durch, um zu verstehen, wie es um die Frage Business Agilität oder organisatorische Exzellenz bestellt ist.
  5. Wir führen Einzelinterviews mit Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen der Organisation durch. Die Ergebnisse werden anonymisiert.
  6. Abschließend fassen wir alle Information in einem Report zum Stand der agilen Transformation zusammen, der Bereiche identifiziert, in denen Verbesserungen realisiert werden können.
  7. Die Struktur eines agilen Audits sowie die Häufigkeit seiner Durchführung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Der Audit ist zum Beispiel abhängig von der Größe der Organisation, ihrer Kultur, ihres Markts, ihrer Geschichte oder ihrer geografischen Verteilung. Jeder agile Audit wird deswegen auf die Zielorganisation maßgeschneidert.

    Wir empfehlen, eine derartige Analyse der agilen Transformation in regelmäßigen Abständen vorzunehmen, um Fortschritte zu dokumentieren sowie ungenutzte Entwicklungsmöglichkeiten zu identifizieren, die den Ertrag Ihrer Investitionen in agile Praktiken erhöhen können.

    Schlußfolgerung — Agile Audit

    Rückmeldungen haben sich als wertvolles Hilfsmittel für alle Unternehmungen erwiesen, bei denen Werte geschaffen und Risiken minimiert werden sollen. Dieses fundamentale agile Prinzip bezieht sich nicht nur auf die Schaffung neuer Produkte oder Dienstleistungen, sondern auch auf den Prozess der agilen Transformation selbst.

    Deswegen sollten Rückmeldungen in Form eines agilen Audits durch eine unabhängige Partei zu den Werkzeugen einer jeden agilen Transformation gehören. Nicht um des Sammelns von Daten willen, sondern um Erkenntnisse zu generieren und nutzen, die Mitgliedern der Organisation so nicht zur Verfügung stehen.

    Kontakt

    Gern stehen wir Ihnen zu weiteren Auskünften über den agile Audit zur Verfügung. Sie erreichen uns wie folgt: